das ANDERE heimatmuseum

museumskonzept

 
durch die NS-zeit traumatisierte orte  wie schloss lind haben ein sehr spezielles gedächtnis haben. das zu aktivieren ist ein prozess, der sich nie abschließen lässt und nur durch kontinuierliches bemühen am leben erhalten werden kann. die art und weise, wie das zu bewerkstelligen ist, kann nur in einem permanenten diskurs geklärt werden: gedenkstätten setzen bewegung voraus. damit „schloss lind“ jedoch auch weiterhin ein ort gegen verdrängung und vergessen bleibt und eine stätte der begegung mit ortspezifischer kunst in all ihren spielarten sowie der forschung über die exotik des alltags im ländlichen raum, haben wir uns nach dem tod des museumsinitiators aramis entschlossen, den ausstellungs- und veranstaltungsbetrieb in zusammenarbeit mit unterschiedlichsten kuratoren, festivals und vereinen (z. der „regionale“, der “transformale”, der “holzwelt kultur”, dem festival “STUBENrein”, dem naturpark grebenzen, dem historischen arbeitskreis neumarkt, ua.) weiterzuführen. durch die erarbeitung regionsrelevanter, jährlich wechselnder themenkomplexe, die auch jeweils unterschiedliche ästhetiken in den mittelpunkt stellen, wollen wir auch weiterhin lebendige mitgestalter dieser randregion und „künstlerische nahversorger“ vor-ort bleiben. wir verstehen unser museum gleichermaßen als „handlungs“- wie auch als „leseraum“, als künstlerisches und gesellschaftspolitisches forum von/für menschen in bewegung, die die ihnen eigene kreativität auf die erfindung neuer und die hinterfragung herkömmlicher öffentlicher rituale und gebaren im sinn zivilgesellschaftlicher „ermächtigung“ anwenden wollen.
 besonderes augenmerk gilt aber der jugendarbeit: in kooperation mit dem „österreichischen mauthausenkomitee“, das  ein breiteres bewusstsein dafür schaffen will, dass neben dem KZ mauthausen noch rund 50 andere KZ nebenlager existierten, bieten wir für schulklassen und jugendgruppen spezielle programme zum thema erinnerungsarbeit und zivilcourage in den gedenkräumen des ANDEREN heimatmuseums an.